Arbeit im Startup
Seit letzter Woche sind plötzlich einige “howtos” aufgetaucht, wie man am Besten ein Startup angeht. Zugegeben FWnetz hat genau einen Angestellten, doch ist das kein Hindernis den Herren Calcanis und Cuban grötenteils zuzustimmen.
Größtenteils, denn mit ein Paar Dingen habe ich ein Problem: am wenigsten sollten die Leute an ihren Arbeitsplatz angekettet sein. Ein Startup lebt davon, dass die Paar Leute am Anfang als “Stammzellen” fungieren können: die Aufgaben sind breit gestreut. Wächst das Unternehmen, kommen die Spezialisten dazu, die eher genau definierbare Aufgaben erledigen.
Die Stammzellen müssen miteinander kommunizieren, und diese Kommunikation bedarf auch eines wechselnden Rahmen – deshalb kann sich der vermeintlich teure Ausfug zum Starbuck’s auch als gute Investition entpuppen, zumal die Leute dann weniger von den direkten Aufgaben abgelenkt sind.
Richtig ist jedoch die Einstellung zur Qualität der ersten Mitarbeiter, wenn auch insbesondere im Fall Calcanis etwas unglücklich formuliert:
Fire people who
are not workaholics.don’t love their work… come on folks, this is startup life, it’s not a game. don’t work at a startup if you’re not into it–go work at the post office or stabucksif you’re not into it you want balance in your life. For realz.
Die durchgestrichenen stellen sind von ihm korrigiert, nachdem er so einiges an Kritik einstecken musste. Manchem mag die Aussage etwas hart erscheinen, aber sie trifft überall zu: kein Engagement, keine Identifizierung, kein Erfolg.
Geht auf Lasten der anderen Bereiche, und zwar aus Sicht des Zeitkontos. Mehr Zeit in und für die Arbeit gleich weniger zeit in Freizeit und Familie. Wird dadurch die Lebensqualität geringer? Ich meine nein, wenn man mit der Arbeit zufrieden ist, lässt es sich sonst auch leichter leben. Die meiste wache Zeit verbringt man nun mal in der Arbeit, und wenn die unzufrieden stellt, nimmt man den Groll auch woanders mit. So einfach ist das.
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