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Randnotiz: Flickr vs. ipernity

Scheint so, also ob sich die BarCamper in zwei Lager aufgeteilt hätten, zumindest was das Hosting ihrer Bilder angeht: die einen bei Flickr, die anderen bei ipernity. Der Militantismus mancher ipernitianer machte mich doch neugierig. Ergo ein wenig Recherche.

Dieser Militantismus ist übrigens Anti-Flickr und nicht pro ipernity. Sachlich erklärt ist es hier: Flickr führte eine Abstufung des Contents ein, ähnlich der Altersfreigabe: Bilder für alle, Bilder für Erwachsene. Das an sich nicht schlimm. Das Verbrechen: für die Deutschen Nutzer waren alle anderen als “unbedenklichen” Inhalte nicht erreichbar. Auch die Suche war entschärft.

Logisch führt das zu einem Sturm der Entrüstung, mit dem Resultat, dass viele eben zu ipernity wechselten. Hätte nach meinem Verständnis jeder andere Dienst sein können, aber ipernity ist vom Look&Feel her Flickr am nächsten - Flickr von vor zwei Jahren, könnte man sagen.

Alles OK, dazu ein Paar Bemerkungen. Flickr gehört zu Yahoo - schon beim Kauf sind viele alt-Flickerianer abgesprungen; dieser “Seelenverkauf” war inakzeptabel. Flickr konnte das egal sein: die Nutzerzahlen stiegen weiter.

Dann das Drama mit den Sprachversionen und damit verbundenen (nicht-)Freigaben. Großer Aufschrei, viele Deserteure. Die Gretchenfrage: Nahm Yahoo die Änderungen zurück, weil so viele User abgehauen sind, oder eher weil so viel Lärm gemacht wurde?

Schwer zu beantworten. Auf jeden Fall sind die, ähm, freizügigeren Fotos nun auch für Deutsche erreichbar.

Einer der Hauptprobleme mag sein, dass gerade für die innovativen Web-User “rebellische” Anbieter, wie Flickr es nun mal war, eine gewisse Attraktion ausüben. Gemäß Roger Moore’s Adoptionskurve sind es die Innovatoren, die gerne mit neuen, unausgereiften Angeboten spielen möchten.

Doch gerade sie machen aus einem Newcomer ein erfolgreiches Unternehmen, das - Logo! - sich an etwas größeres verdingt.

Eines der Prinzipien von allem, was sich “Web2.0″ schimpft ist de Tatsache, dass man auch auf User hören soll; wenn etwas nicht passt, dann reagieren. Viele der ipernity-Meuterer haben Flickr die Chance gar nicht erst gegeben. Ist das fair? Ich denke, der große Yahoo!-Schatten hat hier eine Rolle gespielt.

Schließlich geht es auch um das “heimelige”. Bei ipernity kann man sich mit den Gründern noch so richtig unterhalten. Klar, die haben noch Zeit dafür. War bei Flickr auch mal so, Und was, wenn ipernity so gross wird, dass sich die Gründer nur noch damit beschäftigen, die VCs glücklih zu halten? Weiterziehen?

Gerade bei Bildern, die man mühsam in Alben zusammengezogen hat, ist das nicht so einfach. Flickr-Freunde verlassen? Wer’s mag.

Das nur mal zum nachdenken. Übrigens sagt das auch ein wenig über meine Bilder aus: trotz vier Flickr-Pro-Accounts war mir das Problem gar nicht aufgefallen.

comments

2 Responses to “Randnotiz: Flickr vs. ipernity”

  1. Grischa on October 18th, 2007

    Abschluss meines WebAlbum Tests: Ipernity vs flickr…

    Auf meiner Suche nach einem für mich geeigneten WebAlbum habe ich bisher das Picasa WebAlbum mit flickr verglichen und Zooomr als für mich ziemlich unbrauchbar eingeordnet, weil zu instabil. Bei den drei WelbAlben ist Flickr für mich vor…

  2. Grischa on October 18th, 2007

    Öh.. Wie jetzt, hat flickr die Zensur inzwischen rückgängig gemacht? Sorry für die evtl. dumme Nachfrage, bin noch neu in der Materie und gerade auf der Suche nach einem für mich passenden WebAlbum.

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