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October 28, 2004

.torrent: P2P, geil.

Auch wenn der Ausdruck "geil" ein wenig aus der Mode geraten ist (zurecht!) benutze ich ihn hier trotzdem.

Ich habe diese neue Art Dateien auszutauschen kurz mal angetestet, und zwar mit diesem Video [.torrent Link] von Jon Stewart (amerikanisches Comic-Idol) und seinem inzwischen legendären Auftritt bei "Crossfire", eine Sendung von CNN. Davon abgesehen, daß das Video echt sehenswert ist, geht es hier eigentlich um .torrent.

Was ist .torrent? Eine ausführliche Beschreibung kann man hier nachlesen. Kurzum, ist es eine Mischung aus P2P (sprich: KaZaa, Ur-Napster, usw.) und Usenet. Es funktioniert folgendermassen: man klickt auf einen .torrent-Link. Der vorhin installierte, lokale Client erkennt die Dateiendung und initiiert den Download. Die Datei befindet sich jedoch nicht auf einem zentralen Server, sondern bei Usern (sog.: "Seeds" oder "Samen"). Auf einem zentralen Server befindet sich nur eine Art Hinweis auf die Datei. Der lokale Client bündelt verschiedene Seeds, uns so lädt man eben die Datei von verschiedenen Quellen herunter. Man kann auch problemlos den Download abbrechen und wieder aufnehmen.

Der Unterschied zu einem üblichen P2P-Client a lá KaZaa ist, dass über die zentrale "Hinweisdatei" hinaus die Streams optimal gebündelt werden. Irgendwie kommt man wesentlich besser an die Quelle heran und der Download ist extrem optimiert. Wo sonst echt mühselige Downloadgeschwindigkeiten herrschen ist hier der Turbo drin. Bei einer 1Mbit-DSL-Leitung waren's locker 80kbit/s.

Ein weiterer Unterschied ist, dass man gleichzeitig saugt, aber auch "Seed" wird - die Bruchstücke der Datei, die man gerade herunterlädt, werden automatisch und sofort anderen zur Verfügung gestellt. So wird weiter optimiert.

Im Endeffekt fühlt sich .torrent an wie eine logische Weiterentwicklung von P2P. Sicher, noch sind nicht viele Dateien online. Auch weil eine "Hinweisdatei" vorhanden ist, ist das Potenzial für illegale (o.ä.) Downloads m.E. nach relativ gering. Und aktuelle oder sonstige beliebte Dateien lassen sich auf diese Art extrem verbreiten.

Auch wenn es noch sehr früh ist, freue ich mich auf ein reichhaltiges Angebot an Dateien. Es ist übrigens auch sehr einfach, eigene Dateien als .torrent anzubieten. Dazu mehr im nächsten .torrent "special"!


Posted by Irakli at October 28, 2004 12:43 PM

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